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Neuigkeiten : Internet: Wachstum verlangsamt sich
31.10.2014 11:41 (1832 x gelesen)



Online-Handel - nur Elektronik wächst noch stark...

Die Tage des immensen Wachstums sind im Online-Handel vorbei. Starke Zahlen erwartet der der Bundesverband E-Commerce im Bereich Elektronik - aber Lebensmittel und Kleidung sind Sorgenkinder der Händler. Profitieren können aber Händler, die online und offline präsent sind.

Im Online-Handel sind die Zeiten des zweistelligen Wachstums vorbei.Im Online-Handel sind die Zeiten des zweistelligen Wachstums vorbei. Der neue Bestseller, gekauft mit einem Klick. Die Jeans, der Laptop, Schuhe, die Kaffeemaschine. Einkaufen im Internet ist bequem - und für viele inzwischen so normal, dass sie nicht mehr in den Laden gehen. Jahrelang stiegen die Umsätze im Internethandel daher auch schier ungebremst. Doch damit könnte es bald vorbei sein, befürchten Händler. Klicks allein sind oft nicht mehr genug.

Verband senkt Wachstumsprognose

Die Wachstumsprognose, die der Bundesverband E-Commerce (BEVH) herausgab, würde anderen Branchen angesichts der gedämpften Konjunkturstimmung die Tränen in die Augen treiben. Ein Plus im mittleren einstelligen Prozentbereich ist für die Internethändler aber ein deutliches Eingeständnis: Es läuft nicht mehr rund. 2013 war die Branche noch um knapp 23 Prozent gewachsen, Zielmarke für 2014 waren zu Jahresbeginn noch mehr als 15 Prozent. Diesen Erwartungen werden die Händler nun nicht gerecht.

Die Zeiten rasanter Wachstumsraten seien erstmal vorbei, urteilt auch das EHI Retail Institut - laut Selbstbeschreibung ein "wissenschaftliches Institut des Handels". Das zeige aber vor allem, dass der Markt erwachsen werde. Neun Prozent der Waren im deutschen Einzelhandel werden nach Zahlen des Handelsverbands Deutschland (HDE) inzwischen online gekauft.

Vor allem bei Handys, Laptops und anderer Unterhaltungselektronik steigen die Umsätze deutlich, im dritten Quartal allein um fast ein Viertel. Bei Bekleidung jedoch läuft es nach Angaben des Bundesverbands Textileinzelhandel derzeit weder online noch in den Läden.

Multi-Channeling-Anbieter im Vorteil

In der Branchensprache nennt man das Multi-Channeling. Ein Drittel der Einzelhändler habe inzwischen auch ein Standbein im Internet, sagt HDE-Sprecher Stefan Hertel. Er könne daher auch nicht erkennen, dass es mit dem Online-Handel bergab gehe. Der Trend gehe vielmehr dahin, die Kunden dort abzuholen, wo sie einkaufen wollten: In der Innenstadt, vor dem PC aber auch mit dem Smart­phone im Bus.

Zwar entfällt der größte Umsatzanteil im Netz nach wie vor auf Marktplätze wie eBay und Amazon, die im dritten Quartal rund 5,2 Millionen Euro erwirtschafteten. Doch damit verloren sie im Vergleich zum Vorjahreszeitraum rund 20 Prozent. Die sogenannten Multi-Channel-Anbieter, die nicht auf Klicks setzten, legten dagegen um mehr als 27 Prozent auf fast 4,4 Millionen zu... Quelle: Hans Georg Kluge


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