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Neuigkeiten : Baumwolle erlebt stärkste Steigerung seit 150 Jahren
18.02.2011 11:07 (1028 x gelesen)




Der Rohstoff für Jeans und T-Shirts ist teurer denn je. Seit dem amerikanischen Bürgerkrieg hat die Branche keinen vergleichbaren Preisauftrieb erlebt. Das bekommt auch der Verbraucher zu spüren.

 

Der Baumwollpreis hat am Donnerstag die Marke von zwei Dollar pro Pfund geknackt. Der Terminkontrakt zur Auslieferung im März kletterte an der Rohstoffbörse Intercontinental Exchange (ICE) in New York um 7 Cent auf 2,04 Dollar. Einen Preisanstieg von mehr als 7 Cent pro Tag lässt die ICE nicht zu. Dieses Limit war bereits am Mittwoch erreicht worden, nachdem der viertgrößte Baumwoll-Exporteur Australien Anfang der Woche seine Ernteprognose für die laufende Saison um sechs Prozent gesenkt hatte.

 

Derzeit wird kaum Baumwolle geerntet. Das treibt den Preis. Australien ist einer der wenigen Hoffnungsträger der weltweiten Textilindustrie, weil in den nächsten Monaten nur auf der Südhalbkugel Baumwolle geerntet werden kann. Die im vergangenen Herbst eingefahrene Ernte des weltgrößten Exportlands USA ist laut Zahlen des International Cotton Advisory Committee (ICAC) bereits zu 90 Prozent vergeben. Indien, traditionell der zweitwichtigste Exporteur, habe seine Ausfuhren für die laufende Saison auf eine Million Tonnen beschränkt und diese auch schon verkauft, schrieb die Organisation der wichtigsten Anbaustaaten Anfang Januar.

 

Baumwolle aus Australien und Brasilien wird erst im April auf dem Markt verfügbar sein. Deshalb geraten jetzt offenbar viele Spinnereien in Panik, die ihre Vorräte in den vergangenen Monaten in der Hoffnung auf ein Ende des Preisauftriebs nicht aufstockten. "Die Spinnereien haben sich ab einem Kurs von 90 Cent geweigert, zu kaufen", zitierte die Nachrichtenagentur Reuters Jobe Moss, Direktor des Rohstoffhandelshauses Moss Capital Management in Texas.

 

Schärfste Teuerung seit dem Bürgerkrieg in den USA

 

Eine Baumwoll-Rally wie in den vergangenen zwölf Monaten hat es seit dem Bürgerkrieg in den Vereinigten Staaten vor 150 Jahren nicht mehr gegeben. Nach dem Austritt der amerikanischen Südstaaten aus dem Bund verhängte US-Präsident Abraham Lincoln 1861 eine Seeblockade, um die Baumwoll-Barone im Süden am Export ihrer Ware nach Europa zu hindern. Innerhalb von drei Jahren stieg der Baumwollpreis von 10 Cent auf 1,89 Dollar pro Pfund. Der Rohstoff war damals vor allem für die britische Textilindustrie so wertvoll, dass immer wieder Schmuggler die Blockade durchbrachen und den Südstaaten im Tausch gegen Baumwolle Waffen für den Bürgerkrieg lieferten.

 

Heute wird Baumwolle vor allem in Asien verarbeitet. China als weltweit größter Verbraucher wird in der laufenden Saison voraussichtlich fast eine Million Tonnen mehr importieren müssen als 2009/10: Das US-Landwirtschaftsministerium erwartet, dass die Volksrepublik in den zwölf Monaten von Anfang August 2010 bis Ende Juli dieses Jahres 3,3 Millionen Tonnen Baumwolle einführen wird. Das entspräche einem Achtel der weltweiten Jahresproduktion von 25 Millionen Tonnen. Zugleich sind die Lagerbestände so niedrig wie zuletzt vor 17 Jahren.

 

Die rasante Teuerungsrate - seit Februar vergangenen Jahres hat sich der Weltmarktpreis von damals 72 Cent pro Pfund nahezu verdreifacht - lockte zudem Spekulanten in den Baumwollmarkt. Laut einer Statistik der Terminbörsenaufsicht CFTC vom vergangenen Freitag reduzierten die Finanzinvestoren ihr Engagement in der ersten Februarwoche jedoch. Die Terminbörse ICE hatte zuvor alle Marktteilnehmer aufgefordert, eine spezielle Begründung abzugeben, falls sie mehr als 300 Terminkontrakte auf Baumwolle zur Lieferung im März abgeschlossen hätten. Sie müssten nachweisen, dass sie diese wirtschaftlich benötigten.

 

Die Textil- und Modebranche bekommt den Preisanstieg deutlich zu spüren. Der schwedische Modehersteller H&M  klagte auf seiner jüngsten Bilanzkonferenz über steigende Beschaffungskosten, will diese aber vorerst nicht an die Kunden weitergeben. Dagegen kündigte der Chef des US-Modekonzerns Jones Group, Wesley Card, in einem Interview der "Financial Times" Preiserhöhungen an. Nach Angaben des deutschen Branchenverbands Südwesttextil haben sich die Kosten für Fasern und Garne in den vergangenen Monaten teilweise verdoppelt. Derzeit hat der Textilmarkt kaum auf die Preiserhöhungen reagiert, weil bisher günstige Baumwolle in den Lägern vorrätig war. Ein drastischer Preisanstieg im Modehandel wird sich jedoch zur kommenden Herbst-Wintersaison nicht vermeiden lassen.  FTD-ER-17.02.2011


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